Tobias Ernst
Ukraine’s slow suffocation by Western hesitation | Ukraine This Week
Die iranische Botschaft in Südafrika informierte die ukrainische Botschaft über die Eröffnung eines Kondolenzbuches für den verstorbenen Ayatollah und Mitglieder der iranischen Militärführung.
Der ukrainische Botschafter Dr. Olexander Scherba antwortete darauf – ungewöhnlich offen und ohne diplomatische Floskeln.
Eure Exzellenz,
Herr Botschafter,
nachdem Sie die Botschaft der Ukraine über die Eröffnung eines Kondolenzbuches für den verstorbenen Ayatollah Khamenei und die militärische Führung des Iran informiert haben, sehe ich mich veranlasst, Sie an Folgendes zu erinnern.
Als militärische Verbündete der Russischen Föderation tragen die verstorbenen Führer des Iran das Blut von tausenden ukrainischen Bürgern an ihren Händen – Männer und Frauen, Kinder und ältere Menschen –, die mit Hilfe der berüchtigten, im Iran hergestellten „Shahed“-Drohnen und anderer militärischer Technologien getötet wurden, die Ihre Regierung Russland bereitwillig zur Verfügung gestellt hat. Ihre Führung war mitverantwortlich dafür, unendliches Leid über ukrainische Zivilisten zu bringen.
Als gläubiger Mensch versuche ich, mich nicht über den Tod anderer Menschen zu freuen – selbst dann nicht, wenn diese zu Peinigern meines Landes geworden sind, das ihnen persönlich nichts getan hat. Doch als jemand, der drei Jahre lang jede Nacht die von Iran entwickelten Todesmaschinen über dem Himmel von Kyjiw und anderen friedlichen ukrainischen Städten heulen hörte, kann ich nicht anders, als mir zu wünschen, dass jeder Verantwortliche der Gerechtigkeit begegnet – wenn nicht vor menschlichen Gerichten, dann vor Gott.
Herr Botschafter, ich kenne Sie persönlich nicht und hege keinen Groll gegen Sie. Manchmal müssen gute Diplomaten die Politik schlechter Führungen vertreten. Doch ich hoffe, Sie verstehen, dass ich kein Beileid für jemanden ausdrücken werde, dessen Tod ich nicht betrauere.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Olexander Scherba
Botschafter
Der Brief zeigt seltene Klarheit in der Diplomatie. Manchmal sagt ein Staat mehr durch das, was er nicht sagt. In diesem Fall: kein Beileid.
Quelle: Facebook-Account des Botschafters
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integrales-christsein-podcast.…
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(Sandra war einst Vikarin in Kyjiw, ist heute als Publizistin tätig und hat schon mehrmals überlegt, ins Fediversum zu kommen. Teilt kräftig, ich werd ihr erzählen, wie viel Reach der Podcast hier erzielt hat. Andreas ist mir ein Glaubensvorbild, ich kenne ihn aus seiner Zeit als Pfarrer von St. Paul Odesa.)
Angela Chechotka, Gemeindeleiterin der lutherischen Gemeinde in Poltava/Ukraine und Musikpädagogin hat gestern Abend in der Johannes-Kirche in Filderstadt-Bernhausen - Partnerstadt von Poltava - über die Geschichte und die aktuelle Situation der Gemeinde und der Stadt Poltava berichtet. Sehr lebendig und immer wieder durch Klaviermusik aufgewertet, hat sie die interessierten Zuhörer aus ganz Filderstadt - Deutsche sowie ukrainische Geflüchtete - auf eine Reise durch die Geschichte genommen. Eine Geschichte mit Aufbrüchen in eine verheißungsvolle Zukunft während der Kaiserzeit, mit Unterdrückung und Verfolgung während der Zeit der Sovietunion und mit so mutmachenden Zeichen der Hoffnung nach der Wende seit 1994. Mutmachend ist insbesondere das große Engagement für geflüchtete Pflegekinder in den aktuellen Kriegszeiten, was die kleine Gemeinde leistet - mit großen Herzen voll von Gottes Liebe.
Der Spendenzweck war die aktuelle Sammlung für "Strom für Poltava - Licht, Wärme & Sicherheit durch tragbare Powerstations". Die Sammlung ist noch bis 16.03.2026 geöffnet. Spenden über Betterplace (hier klicken) werden dank eines Sponsorings in voller Höhe an dieses Projekt weitergeleitet. Danach erfolgt Bestellung und Transport nach Poltawa.
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Eingerahmt von weisen und von tiefem Glauben getragenen und Gottes Liebe für die Menschen in all ihrem Leid vermittelnden Worten von Archmandrit Georgios Siomos (Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in München) und begleitet von einem wunderbaren Gospelchor beteten wir - Gemeinderäte aus St. Katharina Kyjiw, Mitglieder des Kiewausschusses des ev.-lutherischen Stadtdekanats und weitere Geistliche aus der ACK München - am Sonntag anlässlich des Fests des Schutzheiligen St. Benno der Stadt München gemeinsam auf dem Marienplatz für Frieden in der Ukraine. Die Zuschauerreaktionen waren unterschiedlich. Doch so geht Mission! Es war ein sehr besonderer Moment an einem insgesamt sehr besonderen Wochenende, das ein wahres Gefühlskarussell von der Freude über das Wiedersehen mit Brüdern und Schwestern aus der Ukraine über Sorge über sich abzeichnende Veränderungen, Trauer und Fassungslosigkeit über den Beschuss und die Zerstörung der Kyjiwer Lawra, der zentralen Pilgerstätte und Wiege der östlichen Christenheit, bis zum festen Glauben an Erneuerung durch Gottes Kraft und Heiligen Geist bot. Mildtätiger Gott, erbarme Dich unser! #FediKirche #Ukraine #Frieden #Ökumene #München #Benno #Mission
(Bildmateial: Dietmar Frey, Stadtdiakon)



