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Thelias

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65, originally from Germany, Bremen, now enjoying retirement in Bangkok.
Former gay activist and aspiring writer.
Cooking, conversations, and life stories are always welcome.
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Projekt: "15 Tage im Oktober":

Exposé
„Fünfzehn Tage im Oktober“

Autor: Thomas Elias

Genre Belletristik – zeitgenössischer Entwicklungsroman

Länge Zeichen mit Leerzeichen

Erzählte Zeit: zweieinhalb Wochen im Oktober, Gegenwart

Schauplätze: Kambodscha: eine Pagode im Dschungel, Angkor Wat, Siem Reap
Deutschland: Frankfurt, Bremen

Zusammenfassung

Bei einem Kambodscha-Urlaub nimmt Christian Weinand eine Einladung eines jungen Mönchs in sein Kloster an. Dort findet er Michael, in den er einst unglücklich verliebt war – schwerkrank, bewusstlos und von den Mönchen gepflegt. Erschüttert fragt sich Christian: Was ist mit Michael passiert? Die Wiederbegegnung als Wink des Schicksals begreifend, reflektiert Christian an Michaels Krankenlager seine Jugendliebe, seine Reifung zum Mann und zum erfolgreichen Mediziner. Er teilt sich mit den Mönchen die Pflege des Kranken, erzählt ihm von sich und erinnert ihn an gemeinsame Erlebnisse. Als sich seine Hoffnung, Michael auf diese Weise zurückzuholen, nicht erfüllt, bittet er befreundete Mediziner aus Siem Reap um Hilfe. Doch weder deren westlicher noch der fernöstlichen Heilkunst der Mönche gelingt dies, und Christian muss einsehen, dass er Michael loslassen muss. Er kann ihn nur noch beim Sterben begleiten.
In den klösterlichen Ritualen wunderbar geborgen führt er berührende Gespräche mit den Mönchen, und allmählich beginnt Christian zu verstehen, dass die schicksalshafte Begegnung mit Michael einen Schatz für ihn birgt: Er erkennt, dass es in der unglücklichen jugendlichen Beziehung keine Schuldfrage gab. Und die Nähe und Freundschaft, die er in jenen fünfzehn Tagen in Kambodscha durch die Mönche und die Ärzte erfahren durfte, lassen ihn begreifen, dass es die unsichtbaren Barrieren, die er um seine eigene Verletzlichkeit gebaut hatte, nicht braucht.

Kurzporträts der Romanfiguren
Christian Ernst: Christian Weinand ist ein Arzt aus Bremen, der zum wiederholten Mal nach Kambodscha reist, diesmal, um seine Pensionierung mit einem Urlaub einzuleiten. Er hat eine erfolgreiche Karriere hinter sich, im Laufe derer er jedoch nach und nach seinen inneren Wertekompass verloren hat. Durch eine ambivalente Jugendliebe verletzt und verunsichert, kann er emotionale Nähe als Erwachsener nicht mehr zulassen. Er ist jedoch offen und neugierig geblieben, weshalb er der Konfrontation mit sich selbst nicht aus dem Weg geht.
Michael Christenheit: Michael ist Autist. Seine Schönheit, gepaart mit einer Aura des Unnahbaren, der Ruhe und Kraft, macht ihn in seiner Jugend zum Mittelpunkt der Clique. Seine Unfähigkeit, adäquat auf Beziehungsangebote einzugehen, lässt ihn selbst ratlos zurück und wird ihm zum Verhängnis, als er unbeabsichtigt seine Verehrerin Marion in den Tod stößt.
Marion: Marion, Klassenkameradin von Christian und Michael, ist verliebt in Michael. Wie alle anderen erkennt sie seinen Autismus nicht. Sie drängt sich ihm auf und findet den Tod, als er sie von sich stößt und sie vom Dach eines Hauses fällt.
Samnang: Samnang ist ein liebenswerter und unbeschwerter junger Mönch. Er ergreift die Initiative und bittet Christian in seine Pagode, wo dieser dem unbekannten, schwerkranken Europäer helfen soll.
Kosal: Kosal ist ein kluger und ernsthafter Mönch, der Christian die Gepflogenheit des Klosters erklärt und ins Englische übersetzt. Samnang und Kosal sind ein Paar.
Prea und Nihan: Vorsteher der Pagode. Sie sind weise und zurückhaltend, geben dem Kloster und seinen Bewohnern Rat. Sie sind ebenfalls ein Paar, allerdings wesentlich diskreter, als ihre jungen Mitmönche.
Dr. Chan, Dr. Kanika: mit Christian befreundete Ärzte aus Siem Reap. Sie sind engagiert und kompetent.

Inhaltsangabe
Bei seinem Besuch von Angkor Wat sieht Christian Weinand vor seinem inneren Auge, wie König Suryavarman II. einstmals den Bau der Tempelanlage plante, als ihn ein junger Mönch anspricht. Dieser stellt sich als Samnang vor und lädt Christian in sein Kloster ein. Offen und neugierig lässt Christian sich auf dieses Angebot ein. In der Pagode wird Christian willkommen geheißen und erhält Speisung und einen Schlafplatz. Am Lagerfeuer erlebt er die Gemeinschaft der Mönche. Am nächsten Tag erklären ihm die Mönche, dass sie eine Bitte an ihn haben: Unter ihrem Dach befindet sich ein bettlägeriger, offensichtlich schwerkranker Europäer. Bauern fanden ihn; niemand weiß, was ihm widerfahren ist. Er ist nicht ansprechbar. Als Christian, von Beruf Chirurg, seine Vitalfunktionen prüft, erkennt er in dem Patienten Michael, mit dem ihn in seiner Jugend eine unglückliche Liebe verband. Christian ist erschüttert. Während er den Kranken mit Tee, Reisbrei und Obst versorgt, beginnt er, sich zu erinnern:
Er ist vierzehn, als er Michael kennenlernt, unerfahren und eher eine Randfigur im sozialen Biotop. Michael hingegen umgibt eine Aura der Ruhe und Kraft, und nicht nur Christian fühlt sich magisch von ihm angezogen. Besonders Marion hat es auf Michael abgesehen. Auf seine schüchterne und behutsame Art versucht Christian, Michaels Aufmerksamkeit zu gewinnen, was ihm erst gelingt, als er eine Einladung zu einer Fete erhält. Beim Aufräumen am nächsten Tag nähern sich beide einander an und es kommt zu einer gemeinsamen Nacht. Christian ist heftig verliebt, aber sein Glück endet schon am nächsten Tag, da Michael ihn in der Schule ignoriert. In einem steten Spannungsfeld von Zurückweisung und Wiederannäherung lebt Christian unglücklich und zerrissen, bis die Beendigung ihrer Schullaufbahn die beiden auf Jahre trennt.
Christian wird früh selbstständig und macht Karriere als Arzt. Seine Verletztheit verschließt er tief in seinem Herzen. Er bewältigt die schmerzliche Erfahrung, indem er sein Umfeld zu kontrollieren lernt und niemanden mehr wirklich an sich heranlässt – auch wenn er ein reges Beziehungsleben pflegt. Zehn Jahre nach dem Abitur sehen sich beide bei der Beerdigung eines Schulfreundes wieder. Michael möchte Christian etwas über Marions Tod mitteilen. Doch Christian pflegt seinen verletzten Stolz und blockt Michaels Annäherung ab.
Währenddessen geht das klösterliche Leben seinen ritualisierten Gang: Kochen, Fegen, Baden im Flussbett, gemeinsame Mahlzeiten. Christian nimmt teil und führt immer wieder berührende, fast philosophische Gespräche mit den Mönchen Samnang und Kosal, aber auch mit den Klostervorstehern Prea und Nihan.
Christian sitzt an Michaels Krankenlager und versucht, Brücken zu dessen Geist zu bauen, indem er ihm Geschichten von sich und ihrer gemeinsamen Vergangenheit erzählt.
Dann beschließt Christian, bei befreundeten Ärzten in Siem Reap ein Medikament zu besorgen, das Michael vielleicht helfen kann. Von Dr. Chan erhält er das Gewünschte, und er nutzt seinen Aufenthalt in der Stadt für eine genussvolle Massage und lädt Samnang zu einem köstlichen Essen ein.
Zurück in der Pagode leitet er die Behandlung ein. Michaels Zustand verändert sich. Er befindet sich offenbar im Aufwachprozess und scheint Christian zu erkennen.
Die Mönche übergeben Christian Michaels Tasche mit Geld, Papieren, Aufzeichnungen und Medikamenten, die ein Bauer abseits des Weges gefunden hat. Christians Verdacht, Michael könnte anfänglich einen allergischen Schock erlitten haben, bestätigt sich, und er fragt sich, ob er ihn retten kann. Seine Gedanken drehen sich um Loslassen und Akzeptanz. Er beginnt, sein Bedürfnis nach Kontrolle zu reflektieren. Anhand von Michaels Papieren rekonstruiert Christian dessen Reiseroute. Michael schwebt unterdessen zwischen Traum und Wirklichkeit. Die Klostervorsteher empfehlen das Chanten – eine Meditation, bei der ein Gebet leise, melodisch und rhythmisch wiederholt wird –, um Michael zu helfen, den Geist in Ordnung zu bringen, das Herz zu öffnen und die innere Unruhe loszulassen.
Christian gönnt sich eine weitere Auszeit in Siem Reap. Abends, in der Pagode, fiebert Michael, und Christian schickt nach Dr. Chan. Statt seiner kommt Dr. Kanika, die das bisherige Bemühen Christians und der Mönche lobt und in Ermangelung moderner Medikamente eine provisorische Antibiose einleitet. Während Christian mit den Klostervorstehern über westliche und fernöstliche Heilkunst spricht und die Mönche weiter an Michaels Krankenlager chanten, erwacht Michael, ist jedoch nicht in der Lage, zu sprechen. Christian scheitert damit, von Michael Antworten auf seine Fragen zu erhalten: Warum ist Michael allein in Asien unterwegs? Warum hatte er sich seinerzeit so ambivalent gegenüber Christian verhalten? Was hatte er Christian bei ihrem letzten Aufeinandertreffen mitteilen wollen?
Dann trifft, von Dr. Chan gesandt, der junge Arzt Chivan ein: Die Labordaten zeigen, dass Michael eine Sepsis erlitten hat. Christian fährt ein drittes Mal nach Siem Reap, um Rat und Hilfe einzuholen. Dr. Chan jedoch rät von einer erneuten suboptimalen Antibiose ab; Michaels Zustand sei zu kritisch. Christian muss erkennen, dass er Michael nur bis zu seinem Tod begleiten kann. Das anschließende Gespräch mit Dr. Chan lässt Christian erkennen, dass er in seiner Jugend mit seiner unmöglichen Liebe zu Michael einem Trugbild nachgejagt ist. An Michaels Seite sitzend ereilt ihn die späte Erkenntnis, Michael könne autistisch und deshalb zu einer emotionalen Bindung nicht befähigt sein. Somit kann er sich endlich von seinen Selbstzweifeln befreien.
Mit einer letzten Anstrengung und Aufflackern von Klarheit spricht Michael. Er bittet Christian, in seiner Frankfurter Wohnung nach einem Tagebuch zu suchen. Christian ist bei ihm, als er stirbt. In diesem Moment begreift er, dass die Begegnung mit Michael ihm die Chance eröffnet, in seinem Leben noch einmal die Weichen neu zu stellen.
Am nächsten Tag wird Michaels Leichnam mit einem Trauerritual verbrannt, und Christian verabschiedet sich wehmütig von den Mönchen. Mit Michaels Asche in einer Tupperdose reist er zurück nach Deutschland, wo er in Frankfurt und Bremen auf Spurensuche geht. Aus Christians Aufzeichnungen erfährt er, wie Michael ungewollt Marions Tod verschuldete, was ihn zeitlebens belastete. Christian findet niemanden, der Michael nahestand oder etwas über ihn erzählen kann. So trifft er die einsame Entscheidung, seine Asche heimlich im Garten von Michaels Elternhaus in einem Ritual zu verstreuen. Er ist dankbar, dass er noch einmal neu verstanden hat, was zählt: Nähe und Freundschaft.


Zitat
„Hier ist die Welt flüssig, immer in Bewegung, immer bereit, mich in eine Richtung zu treiben, die ich nicht erwartet habe. Und gerade das macht es so lebendig. Ein Mönch lädt mich in sein Kloster ein – ein Ort, den ich mir nur in romantischen Bildern ausmale: goldene Dächer, der Duft von Räucherstäbchen, das Murmeln von Gebeten. Ein Raum, der sich anfühlt wie eine andere Zeit. Und ich? Ich lasse mich treiben, dorthin, wo die Dinge geschehen.“

Autorenvita
Fiktives Kurzinterview mit Thomas Elias
Interviewer: Herr Elias, Sie sind in Bremen aufgewachsen. Wie würden Sie Ihre Herkunft beschreiben?
Thomas Elias: Ich war Thomas Murata, ein staatenloses Kind einer jüdischen Tänzerin aus Paris und eines, in Dänemark geborenen, japanischen Artisten. Wir wuchsen in bitterer Armut auf, ungewollt zwangseingewiesen in die Wohnung fremder Menschen. Mein Vater verließ meine Mutter mit 30.000 DM Schulden, bevor ich seiner Gewahr wurde. Meine Mutter zahlte noch bis Mitte der 70er Jahre ab.
Interviewer: Sie engagierten sich früh als Aktivist in der schwulen Community. Warum?
Thomas Elias: Weil meine Community brannte. In den Achtzigern war AIDS kein Kapitel, sondern ein Krieg. Ich war nach meinem ersten Studium junger Medizinreferent bei der AIDS-Hilfe Bremen. Einer der Menschen der ersten Stunde, aber stets in der zweiten Reihe.
Interviewer: Warum die zweite Reihe?
Thomas Elias: Unsere Eltern lehrten uns, dass dass exzellenter Erfolg hundertprozentige Hingabe verlangt und dafür den Verzicht auf vieles, was nicht dorthin führt. Das Leben hat jedoch mehr, als nur eine einzige Sache zu bieten.
Interviewer: Mit 52 haben Sie Ihr viertes Studium abgeschlossen, als Jahrgangsbester. Was treibt Sie an?
Thomas Elias: Da war ich mal so richtig stolz. Neugier ist mein Motor, Empathie mein Kompass und Hartnäckigkeit mein Geländer. Wir lernten früh, uns für nahezu alles zu interessieren, - ohne einen besonderen Grund zu haben. Als nächstes würde ich sehr gerne Philosophie studieren.
Interviewer: Haben Sie ein Motto fürs Leben?
Thomas Elias: Eher eine Empfehlung. Das Leben sollte keine gepflegte Ankunft im Grab sein. Man sollte eher seitlich hineinschlittern, der Körper völlig verbraucht, zerschunden und abgenutzt, ein Sektglas in der Hand, und rufen können: Wow! Was für eine Fahrt!
Danke Herr Elias. Eigentlich sollte das ja eine Autorenvita werden.
Thomas Elias: Höre ich da eine kleine Kritik heraus? Nun, ich könnte Ihnen meine Daten herunterbeten oder wirklich von mir erzählen. Ich habe das Gefühl, Sie werden es vielleicht so mehr mögen und vor allem: So macht es mir auch noch mehr Spaß.

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Thelias @thelias@friendica.world
· 6mo ago
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@waidler @OohOkayKay Doppelwhat!
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Thelias @thelias@friendica.world
· 6mo ago
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@BerlinVic@mastodon.social Auch alles wichtige Themen, die sich aber im Wahlergebnis hinter dem Komma abbilden. Die wahlentsscheidenden Themen folgen auch keiner Vernunft, sie sind durch Fakten nicht zu besetzen/erklären. Es ist eine emotionale Falle, die die Rechten hier stellen und sie wirkt derzeit ohne dass wir eine echte Gegenstrategie haben. Zeigt die SPD "ihr linkerres Profil", bricht sie Streit vom Zaun in der Regierung, was ihr dann das Unterschreiten der eh schon miesen 15% garantiert. Es gibt derzeit keine Welle für eine linke Utopie (was wir uns allerdings auch selber verbockt haben). - leider
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Thelias @thelias@friendica.world
· 6mo ago
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@SchreibeEinfach@23.social Von einer Millionen Syrer sind 17.000 1,7%. Das sollten wir aber auch bemerken.
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Thelias @thelias@friendica.world
· 6mo ago
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@SchreibeEinfach@23.social Ja, 23% zahlen ins Solidarsystem ein. Das ist relativ viel im Vergleich zu anderen Gruppen. Aber die Syrer stellen auch einen großen Anteil in der Kriminalstatistik und als schwuler Mann meide ich eher die Begegnung mit Gruppen junger syrischer Männer, aus Gründen. Es ist halt nicht alles so edel und einfach, wie wir das gerne hätten...
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Thelias @thelias@friendica.world
· 6mo ago
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@villon@bildung.social @SchreibeEinfach@23.social Aber immerhin: du hast Dir anscheinend die Mühe gemacht nachzuschauen, ob Alt-Text da ist... Manchmal erstelle ich ihn, manchmal nicht. Aber wenn Du das gar nicht brauchst, warum postest Du dazu? Aber es gibt verschiedene Wege mit Dingen umzugehen, die man nicht braucht. Einer ist, diese Sachen einfach liegen zu lassen und nicht zur Kenntnis zu nehmen, ein anderer ist, überall "Buh" dranzuschreiben und schlechte STimmung zu verbreiten, anstatt das liegenzulassen, was man nicht braucht. Viel Spaß noch, hier.
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Thelias @thelias@friendica.world
· 6mo ago
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@diritschka @SchreibeEinfach@23.social @Ntropic@chaos.social @annyhartmann@mastodon.social Und? Was soll uns das jetzt sagen? Ist alles gar nicht so? Ist alles ganz anders? Wenn ich in einer JVA Dienst hatte, war also meine Wahrnehmung falsch? Wenn ich die Patientenliste durchsehe, wenn ich Dolmetscher brauche für die Patientenberatung und Aufklärung bin ich einfach nur etwas blöd? Hier geschieht genau das, was unser Fehler bei der ganzen Migrantendebatte war und ist: Anstatt, dass WIR uns dem Thema stellen und selber Konzepte entwickeln, erklären wir es weg und versuchen, die Wahrnehmung derer zu "korrigieren" die Indikatoren sind... Ist alles ganz anders. Deine Wahrnehmung ist falsch... Stell Dich mal nicht so an. Du siehst das alles ganz falsch. Sprich den Menschen ihre Wahrnehmung ab und du treibst sie in die Arme der AfD.
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Thelias @thelias@friendica.world
· 6mo ago
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@diritschka @SchreibeEinfach@23.social @Ntropic@chaos.social @annyhartmann@mastodon.social Ich habe sehr gut verstanden. Nur was willst du damit sagen? Ist alles ganz anders, als wahrgenommen?
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Thelias @thelias@friendica.world
· 6mo ago
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@diritschka @SchreibeEinfach@23.social @Ntropic@chaos.social @annyhartmann@mastodon.social Êben nicht. In der Wissenschaft schauen wir nicht die Ursachen und Herkunft als ursächliche Variable, Alter x Geschlecht und sozialer Status an, sondern auch die eigentliche Intension der Forschungsfrage. Was will und kann das Ergebnis einer Untersuchung erklären? Hier liegt die Vermutung nahe, dass versucht werden soll, die objektiv höhere Rate der Tatverdächtigen und verurteilten Täter durch die Herbeiziehung anderer Faktoren zu relativieren. Kann man ja machen, nur bleibt die Frage bestehen: Was willst Du damit sagen? Ist alles gar nicht so? Die Wahrnehmung ist objektiv falsch und darf, wenn man "richtig" hinschaut subjektiv gar nicht vorhanden sein? Ist alles ganz normal und alle, die das Gegenteil sagen, liegen falsch? Objektiv ist die Wahrnehmung aber auch korrekt. Syrer sind, bei Abzug aller anderen Faktoren - überproportional beteiligt. Das darf man aber wohl - als guter Linker - auf keinen Fall sagen. Da windet man sich lieber auf allen möglichen Pfaden um die Realität herum? So spielt man dann der AfD in die Hände.
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Thelias @thelias@friendica.world
· 6mo ago
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@diritschka @SchreibeEinfach@23.social @Ntropic@chaos.social @annyhartmann@mastodon.social Ich glaube, hier geraten ein paar Begriffe aus unterschiedlichen Kontexten durcheinander. „Kausale Ursachen“ betreffen echte Ursache-Wirkungs-Beziehungn. In der empirischen Forschung spricht man dagegen oft von Variablen oder Faktoren, die ein Phänomen statistisch erklären oder mit ihm korrelieren – was noch keine Kausalität bedutet. Der Begriff „Diskriminante“ stammt wiederum aus der Mathematik bzw aus der Diskriminanzanalyse und bezeichnet dort eine Funktion, mit der man Gruppen voneinander unterscheiden kann. Er beschreibt also ein Klassifikationswerkzeug, keine Ursache. In deinem Satz wird die Diskriminante aber so verwendet, als wäre sie der zentrale ursächliche Faktor eines Sachvehalts. Dadurch werden Kausalität, statistischer Zusammenhang und ein mathematisches Trennverfahren miteinander vermischt. Präzise wäre es, von relevanten Einflussfaktoren zu sprechen und anschließend zu prüfen, welche davon tatsächlich kausal wirken.
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Thelias @thelias@friendica.world
· 6mo ago
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@carl@chaos.social @diritschka @SchreibeEinfach@23.social @Ntropic@chaos.social @annyhartmann@mastodon.social ja
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Thelias @thelias@friendica.world
· 6mo ago
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@SchreibeEinfach@23.social @HeikeKos@mastodon.social Ja, und für die Eltern ist es vll verstörend, nicht in die Heimat zurück zu kehren. Ich denke, beides sollte möglich sein und bleiben
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Thelias @thelias@friendica.world
· 6mo ago
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@diritschka @SchreibeEinfach@23.social @annyhartmann@mastodon.social Bundesweit lag der Anteil syrischer Staatsangehöriger an allen Tatverdächtigen 2024 bei 12,1% (ca. 115.000 Tatverdächtige). Quelle: PKS/BKA-Tabellen, Auswertung u. a. bei Statista und BKA PKS 2024 – Tatverdächtige nach Nationalitäten.

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Thelias @thelias@friendica.world
· 6mo ago
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@BerlinVic@mastodon.social @Monsterklatsch@norden.social Nun der "Pöbel" landet überdurchschnittlich bei der AfD, ebenso die Jungwähler bis 24 Jahre und die ehemaligen Nichtwähler. Was sagt uns das? Morons World by Thomas Elias
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Thelias @thelias@friendica.world
· 6mo ago
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@BerlinVic@mastodon.social @momo@social.linux.pizza Aber eine ganz schlechte. Erstens zeiht sich das jahrelang hin, zweitens ist des deren Wählern völlig egal und der AfD ebenso und drittens ist die Chance, dass es nach hinten losgeht, enorm groß
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Thelias @thelias@friendica.world
· 6mo ago
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@BerlinVic@mastodon.social @momo@social.linux.pizza Das Prüfverfahren wird der AfD lange Zeit ein Forum bieten. Da die AfD weder durch Entzauberung, noch durch Skandale zu knacken ist, wird es die Fangemeinde der AfD nur einen und stärken (wir gegen die). Die AfD wird sich immer am Rande der Kriterien zum Verbot befinden, sie wird immer Höckes haben, welche die Grenzen eindeutig überschreiten, es werden aber stets "Einzelfälle" sein und nicht auf die Partei übertragbar. Ich habe lange genug mit der PARTEI zusammen AfD-Forun unterwandert um zu wissen, welcher Dreeck da wirklich unterschwellig läuft. Aber für ein Verbot müsste die AfD zu diesem Dreck stehen. Das wird sie aber niemals tun. Ich halte das Prüfverfahren aus besagten Gründen für eine schlechte Idee, mein Zeil dabei ist, die AfD nicht auch noch zusätzlich durch ein sehr langes und erfolgloses Verfahren zusammenzuschweißen und zu stärken. Die AfD generiert, auch durch negative Meldungen Verkehr auf ihren Seiten und bringt diese dadurch immer weiter nach vorne. Ich stelle mir gerade einmal vor wo Trump wäre, würden alle seine Pressekonferenzen und Postings ignorieren.....
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Thelias @thelias@friendica.world
· 6mo ago
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@bjoern@social.sengotta.net @SchreibeEinfach@23.social Ja, die Statistik bezieht sich auf den Anteil der Erwerbsfähigen. Es ist ja auch egal. Wir sollen und wollen Schutz gewähren und das kostet eben auch. Ich bin nur dagegen, das Ganze schön zu reden oder schöner zu reden, als es ist. Der Anteil der Syrer an der Kriminalstatistik ist, gemessen an ihrer Gesamtanzahl, fünf mal höher, als er hätte sein sollen. Und persönliche Erfahrungen sind halt sehr persönlich. Mein Mitbewohner wurde durch einen Messerangriff tödlich verletzt. Ich habe noch nie so viel Blut gesehen - obwohl ich Chirurg war. Der syrische Haupttäter bekam 18 Monate auf Bewährung und verließ - höhnisch lachend, den Gerichtssaal. Vor ziemlich genau einem Jahr wurde mein Mann von einer Gruppe arabischer Jugendlicher krankenhausreif zusammengeschlagen. Seine Tat: Er wagte es, einen Regenbogensticker an seiner Jacke zu tragen. Ich selber wurde das Opfer einerr Gruppe junger Araber, als ich mit meiner Regenbogenkette auf einer Parkbank saß. Seitdem bin ich auf dem rechten Auge blind. Meine 90jährige jüdische Mutter musste sich von einer Gruppe Araber in ihrem eigenen Haus schubsen und bespucken lassen und hatte seitdem Angst, ihre Wohnung zu verlassen... Diese sabotierten übrigens bewusst den Fahrstuhl, damit meine Mutter 6 Etagen Treppen laufen musste, was ihr in späteren Jahren (so ab 85 Jahren) ausgesprochen schwer fiel, insbesondere mit dem Einkauf in der Hand. Von den alltäglichen Schmierereien und Klopfen an der Haustür (bzw. Schläge an die Haustür) einmal ganz abgesehen. Beschwerden bei Hausbeirat, Verwaltungsgesellschaft, Ortsbeirat, Eigentümerversammlung, Polizei und Politik blieben ungehört.... Ich konnte meine Mom, einer strammen Kommunistin und später Sozialdemokratin, nur mit Mühe von der Wahl der AfD abhalten (unter Androhung von Liebesentzug). Ja - so unterschiedlich können die Wahrnehmungen sein. Übrigens: In meiner Bremer Wohnung geht es jetzt auch los: Es gibt immer weniger Namensschilder, dafür Klebestreifen und Filzstiftgeschreibe, das Treppenhaus wird mehr und mehr zum Abstellraum, ebenso die Waschküche und der Trockenraum. Meine Prognose: Immer mehr Hausbewohner, die so etwas wie eine Hausordnung kennen, werden die nächsten Jahre ausziehen und das Haus wird, wie daas meiner Mom, verkommen. Ich habe jetzt schon Probleme, die Wohnung nicht weit unter Wert zu verkaufen. Vermieten will ich nicht, weil ich dann beständig den Beschwerden der Mieter wegen Müll, Lärm und Dealerei ausgesetzt sein würde... Auch eine Realität, die wir Linken nie thematisieren, sondern wenn, dann schönreden bzw. wegerklären oder diejenigen, die es benennen, lächerlich machen oder in die rechte Ecke stellen
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Thelias @thelias@friendica.world
· 6mo ago
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@diritschka @bjoern@social.sengotta.net @SchreibeEinfach@23.social Klar sind WIR schuld. WIR machen die falschen Angebote... In welcher Welt lebst Du denn? Wenn ich irgendwo hingehe und ich habe in 60 Ländern dieser Welt gearbeitet, gibt es i.d.R. keine Angebote, sondern Forderungen. Wenn ich, unter größter Not, irgendwo unterkomme und mein Leben dadurch gerettet wird, dann küsse ich jedem in meinem Umfeld die Füße und gebe n icht mangelnden Angeboten die Schuld daran, dass ich kriminell werde...
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Thelias @thelias@friendica.world
· 6mo ago
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@diritschka @bjoern@social.sengotta.net @SchreibeEinfach@23.social Tja, als asiatischer Mensch oder als schwuler, asiatischer Mann macht man eben ganz andere Gewalterfahrungen. Erst von den Rechten, nun von den muslimischen "Mit" Bürgern. Ebenso meine jüdische Mutter oder mein,- nun toter - schwuler Mitbewohner. Wer ein Messer mit sich führt, will bestimmt nicht Käse schneiden....
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Thelias @thelias@friendica.world
· 6mo ago
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@villon@bildung.social @HeptaSean@social.tchncs.de @SchreibeEinfach@23.social Ich finde innogpt nicht gerade faschistisch. Aber des Menschen Wille ist sein Himmelreich.
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Thelias @thelias@friendica.world
· 6mo ago
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@diritschka @SchreibeEinfach@23.social Ja, kannst Du Dir aber auch selber suchen
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Thelias @thelias@friendica.world
· 6mo ago
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@diritschka @SchreibeEinfach@23.social @annyhartmann@mastodon.social Als wenn ich nicht wüsste, dass Tatverdächtigee nicht gleich Täter bedeutet. Nur wenn es bei einem Bevölkerungsanteil von 1.000.000 Einwohnern 5% tatverdächtige Syrer und bei einem Bevölkerungsanteil von 70.000.000 Einwohnern 1 % tatverdächtige Deutsche die Rede ist, ist es irrelvant ob Tatverdächtig oder Täter. Wenn man die Anzahl der verurteilten Täter vergleicht, wird die Zahl kaum anders sein - oder?
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Thelias @thelias@friendica.world
· 6mo ago
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@diritschka @bjoern@social.sengotta.net @SchreibeEinfach@23.social Ah, so soll ich die Quellen und Aktenzeichen nennen, derweil alle anderen ihren Kram so frei posten dürfen? Und du meinst, ich würde jetzt auch über das Aktenzeichen verfügen, weil mich jemand danach fragt und ich habe es Jahre vorher notiert, falls mich mal ein Troll danach fragen sollte? Ist das n icht ein wenig absurd, dass ich hier in diesem Thread als einziger nach Quelle und Aktenzeichen gefragt werde, bloß weil es Euch nicht in Euer Kuschel-Weltbild passt?
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Thelias @thelias@friendica.world
· 6mo ago
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@BerlinVic@mastodon.social @proscience@toot.community Ja, das wäre nicht schlecht, aber kein Wahlburner. Wahlentscheidend sind IMMER die ersten beiden Themen. Derzeit Wirtschaft und Migration. Wenn diese Themen von einer Partei nicht besetzt werden, tun es andere und das Ergebnis sehen wir seit 2015
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Thelias @thelias@friendica.world
· 6mo ago
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@BerlinVic@mastodon.social @proscience@toot.community Ja und nein. Betrachte die Emotionalität. Wer von uns kennt jemanden, der durch Cum-Ex abgesahnt hat? Niemand. Niemand der "normalen Menschen" hat Kontakt zu Menschen, die Privatflieger besitzen und Milliarden abgreifen. Aber JEDER kennt irgendwo einen Fall, wo ein armes Würstchen Bürgergeld abgegriffen hat ind nebenbei vll schwarz arbeitet oder sich nicht um Arbeit bemüht, obwohl er arbeiten könnte. Das geschieht nebenan, sichtbar und fühlbar. Das Empörungspotential liegt also dort und nicht bei den abstrakten Leuten, die massiv abziehen. Ebenso empören sich die Leute eher über einen "Falschgriller" im Garten nebenan, als über das Kohlekraftwerk 150 km weiter, auch wenn die Folgen real millionenfach höher sind. Hier setzt die AfD an und weckt sämtliches Empörungspotential, um daraus Honig zu saugen, fernab von Fakten, Realität und unberührt von Skandalen. Und wir haben keine wirksame Gegenstrategie. Wir haben es zudem selber versaut, weil wir die "besorgten Bürger" jahrelang belächelt und arrogant abgekanzelt haben, anstatt deren Störgefühl ernst zu nehmen und eigene Strategien dagegen zu setzen,
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