Core H. ☂️
hometown 4.6.9+hometown-1.3.0Sexarbeiter*in. Anarchist*in. Weder monogam noch monosexuell. Mag Metal und Jazz. Neurodivergent. Agender. Bäuer*innenkind. Weiß, nicht-jüdisch, etc.
Inglourious Musterds
Oh, Sonnenbrand in nur 15 Minuten, sagt die UV-App bei meinem Hauttyp heute. 🌞
Die Brüste sind zur Zeit außer Betrieb.
(Mit Ibuprofen-Gel eingeschmiert wegen Mastodynie und deshalb nicht anleckbar.)
Peer-Support von Sexarbeiter*innen, die es als irgendeine Befreiung feiern würden, würde ich beim Besuch der Familie meines Partners zum Opfer der Hamas werden, ist echt das letzte, was ich brauchen könnte.
Ich bin ja allerlei intersektionale Griffe ins Klo gewöhnt, aber dass der 7. Oktober 2023 zwei Jahre später noch gefeiert wurde, ist eine ganz andere Ebene als z.B. mangelnde Barrierefreiheit. Es ist Antisemitismus auf Nazi-Niveau, den man da unterstützt.
Ich muss aber auch sagen, danke für die Demonstration wie leicht sich Menschen verblenden lassen können. Sie brauchten noch nicht mal eine Nazi- oder Hamas-Diktatur um sich rum. Sie starrten nur zu lange in ein Rabbit Hole in ihrem Smartphone.
In einem Rabbit Hole stecken auch die SWERFs, gegen die ich eigentlich gerne eine Community hätte, mit der ich mich guten Gewissens zusammen tun kann. Der alte Traum von Intersektionalität ist aber eben wirklich nur ein Traum, wenn es um Antisemitismus geht. Mein Partner und das komplette Land, in dem er geboren wurde, werden anscheinend als Scapegoat noch gebraucht.
Irgendwann finde ich hier in Berlin endlich ein paar Niederländer*innen und dann müssen die mit mir beim Karneval der Kulturen Holzschuhtanz machen. Habe das seit der Grundschule nicht mehr gemacht, aber noch sind meine Hüftgelenke gut genug. 🧀
Ich hätte ganz ehrlich auch gerne so viel Freizeit, chillig übers Mittelmeer zu segeln, um mich dann erst in Israel und anschließend auch noch nach dem gratis Heimflug in Spanien oder Österreich festnehmen zu lassen. Aber das kriegt man wahrscheinlich echt gecrowdfundet, wenn Mami und Papi einem den aktivistischen Lifestyle nicht finanzieren. Andere können selbst Samstag nicht mit auf Demo, weil sie müssen arbeiten. Und bei der Demo geht's nicht mal um das eigene White-Savior-Ego.
Dass Kritik an Linken mehr als angebracht sein kann, das wissen meine Kolleg*innen aus der Sexarbeit sehr gut. Aber diese Erkenntnis vom Thema Sexarbeit auf andere Themen wie z.B. Antisemitismus zu übertragen, das klappt irgendwie nicht.