Bücher tragen Spuren von Besitz und Nutzung – Autogramme, Widmungen, Stempel, Einlagen. Provenienzforschung macht Bücher so zu historischen Zeugnissen von Wissen, Beziehungen und Sammlungspraxis. Bei unserem Projekt zeigt sich: Buchbesitz von Frauen ist keine Ausnahme, sondern Teil der Kulturgeschichte. In der kommenden Zeit stellen wir einige dieser Spuren in einem kleinen Provenienz-Wörterbuch vor.
Fürstinnenbibliotheken
Ein DFG-Langfristvorhaben der @HAB_WF und @tcdh. Wir rekonstruieren 100 Fürstinnenbibliotheken des 18. Jahrhunderts im deutschsprachigen Raum.
A DFG long-term project of @HAB_WF and @tcdh. We are reconstructing 100 princess libraries of the 18th century in German-speaking countries.
Eine Zwangsverheiratung, Betrug, Mord und eine Fürstin, die wegen einer außerehelichen Beziehung geschieden und 32 Jahre auf Schloss Ahlden verbannt wurde – während ihr Ex-Mann und Cousin als Georg I. den englischen Thron bestieg an der Seite seiner Mätresse.
👉 Mehr über ihre Geschichte im WDR Zeitzeichen (https://www1.wdr.de/radio/wdr5/sendungen/zeitzeichen/zeitzeichen-geburtstag-sophie-dorothea-100.html)
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📖Besitzvermerke in Büchern erzählen Geschichten – aber wessen?
Unsere nächste Fürstin des Monats macht deutlich, wie eng Buchbesitz, Wissen und Persönlichkeit miteinander verbunden sein können: Herzogin Elisabeth Sophie Marie von Braunschweig-Wolfenbüttel (1683–1767).
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👑Fürstin des Monats: Herzogin Philippine Charlotte (1716–1801)
Als Schwester Friedrichs des Großen und Herzogin von Braunschweig-Wolfenbüttel war Philippine Charlotte eine wichtige Akteurin der Aufklärung. Bildung, Bücher und der Austausch mit Gelehrten prägten ihr Wirken. Ihrer private Bibliothek ist noch heute ein wichtiger Einblick in fürstliche Wissenskulturen des 18. Jahrhunderts.
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Einen fürstlichen Internationalen Frauentag an euch alle!👑📚
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Wir freuen uns, bei der Tagung „Kommunikationsräume vernetzt“ am Forschungszentrum Gotha dabei zu sein.
Die Tagung wird ausgerichtet von der @unigoettingen@academiccloud.social und der Forschungsbibliothek Gotha der Universität Erfurt.
Unser Beitrag beleuchtet Fürstinnenbibliotheken des 18. Jahrhunderts als Wissens- und Kommunikationsräume – zwischen Bildung, Hofpraxis und Netzwerkbildung.
📅 5.–6. März 2026
📍 Forschungszentrum Gotha
Der Begriff „Supralibros“ bezeichnet eine Besitzkennzeichnung auf einem Bucheinband.
Solche Merkmale werden in unserem Projekt als Provenienzmerkmale erfasst und entsprechend strukturiert in der Datenbank beschrieben, soweit sie vorhanden sind.
👉 Neugierig, welche Aspekte wir noch digital erfassen – und wie daraus vernetztes Wissen entsteht? Dann bleibt dran.
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Ab 1740 entstand in Braunschweig eine der größten und bedeutendsten Bibelsammlungen des 18. Jahrhunderts.
Widmungen, Einträge und Besitzvermerke bezeugen bis heute den Einfluss Herzogin Elisabeth Sophie Maries – und werden in unserem Projekt digital als Provenienzen erfasst.
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Unser Projekt erforscht die Büchersammlungen adliger Frauen und verbindet historische Forschung mit digitalen Methoden.
Doch wer sorgt eigentlich dafür, dass Daten modelliert, Quellen erschlossen und Webseiten programmiert werden?
In den nächsten Tagen stellen wir euch das Team vor – von Wissenschaftler*innen, Bibliothekaren über Informatikerinnen bis zu Mediengestalterinnen.
📚 Bleibt dran!
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Herzogin Luise Dorothea (1710–1767) war eine der bemerkenswertesten Fürstinnen des 18. Jahrhunderts: gebildet, politisch einflussreich und im regen Austausch mit großen Denkern ihrer Zeit.
👉Im nächsten Post stellen wir euch ihre außergewöhnliche Bibliothek näher vor. Bleibt dran! 📚
Bild: Friedenstein Stiftung Gotha
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Teil 1: Meet Team TCDH! Hinter der digitalen Umsetzung unseres Projekts steht ein Team des TCDH: Es modelliert Daten, entwickelt die Website und kümmert sich um Organisation und Öffentlichkeitsarbeit – Forschung trifft hier auf Technik!
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WF
👉 Seid gespannt auf Teil 2 unseres Projektteams!
👑 Unsere erste Fürstin des Monats: Christine Luise von Oettingen-Oettingen (1671–1747) - eine große Theaterliebhaberin und Büchersammlerin.
Die Privatbibliothek der Herzogin Luise Dorothea umfasste rund 3.500 Werke – von Philosophie über Romane und Reiseliteratur bis zu naturwissenschaftlichen Schriften.
Zwischen vielen französischen Titeln finden sich auch englische, schottische, irische und amerikanische Autoren. Ihre Bibliothek war ein „Fenster zur Welt“ und zeigt, wie offen und vernetzt der Gothaer Hof im 18. Jahrhundert war. 🌍📚
Bild:Friedenstein Stiftung
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👑 Fürstin des Monats
Charlotte Amalie von Sachsen-Meiningen hinterließ vielseitige Aufzeichnungen, die besonders ihre Liebe zum Theater und zur Astronomie zeigen.
👉 Mehr dazu im nächsten Format: „Ein Schatz der Bühnenwelt“.
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Große Liebe im 18. Jahrhundert? Christoph Wallich deutet 1710 die Ehe von Herzog August Wilhelm und Herzogin Elisabeth Sophie Marie mithilfe kabbalistischer Zahlen als besonders harmonisch – ein Blick auf Liebe, Symbolik und Wissenskultur am frühneuzeitlichen Hof.
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Fürstin des Monats: Pauline Christine Wilhelmine zur Lippe (1769–1820) 👑
1802 gründete sie die erste Kinderbewahranstalt Deutschlands, setzte sich als Regentin für Armenfürsorge ein und legte eine Bibliothek von 1.200 Titeln an – 60 % davon heute in der Lippischen Landesbibliothek. 📚
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👑 Fürstin des Monats: Herzogin von Braunschweig-Lüneburg Antoinette Amalie (1696–1762)
Besitzerin einer beeindruckenden Privatbibliothek mit 1.313 Drucken und 28 Handschriften. Darunter Schriften aus Naturwissenschaften, Medizin und Technik sowie theologische, religiöse und kunstbezogene Werke.
Der Bibliothekskatalog wurde 1761 – ein Jahr vor ihrem Tod – erstellt und verzeichnet 826 Werke (siehe Bild 2).
Heute ist ihre Sammlung Teil der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel.
Wir wünschen ein glückliches neues Jahr voller Inspiration, Geschichten und besonderer Momente. ✨📚🥂
Willkommen zu Teil 2 unserer Team-Vorstellung!
Das HAB-Team bringt seine bibliothekarische und fachwissenschaftliche Expertise ein: Sie erschließen Quellen, vereinheitlichen Daten, verknüpfen Normdaten und sichern die Qualität der Informationen – Bibliothekskompetenz at work! 📚
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Nachdem wir euch zuletzt Supralibros als Provenienzmerkmale bei Herzogin Philippine Charlotte vorgestellt haben, richten wir den Blick nun auf ein weiteres Besitzzeichen: das Exlibris der Herzogin Elisabeth Sophie Marie.
Das dargestellte Welfenross und die Krone verweisen auf ihre dynastische Zugehörigkeit und machen Buchbesitz sichtbar – als zentrales Provenienzmerkmal, das wir auch in unserem digitalen Projekt erfassen.
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Nach Herzogin Charlottes großer Begeisterung für die Bühne folgt nun ein Blick auf das Ekhof-Theater im Schloss Friedenstein in Gotha. Ob sie selbst damit verbunden war, bleibt unklar – doch sowohl das Theater als auch ihre Theaterbibliothek sind bis heute ein wahrer Schatz der Gothaer Geschichte.
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Tag der Bibliotheken 📚👑
Heute feiern wir nicht nur eine Bibliothek –
in unserem Projekt erforschen wir rund 100 Fürstinnenbibliotheken im deutschsprachigen Raum des 18. Jahrhunderts.
Hier ein kleiner Einblick, woher diese Bibliotheken stammten und wie weit ihr Netzwerk reichte.
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👑Fürstin des Monats:
Sophie Dorothea von Hannover, Königin in Preußen (1687–1757) Tochter der verbannten, gleichnamigen Sophie Dorothea von Braunschweig-Lüneburg, Mutter Friedrichs des Großen – und weit mehr als diese Zuschreibungen vermuten lassen. Im Schloss Monbijou schuf sie sich einen kulturellen Raum für Musik, Malerei und philosophische Gespräche. Teile ihrer Bibliothek sind heute in der Prinzessinnenbibliothek der @stabi_berlin@openbiblio.social 📚
👑Prinzessinnenbibliothek👑 Drei Generationen von Frauen. Drei verschiedene Höfe. Ein gemeinsames intellektuelles Erbe.
Die Prinzessinnenbibliothek der Stabi vereint Teile der Sammlungen von Sophie Dorothea von Hannover, Luise Ulrike von Preußen und Sophie Albertina von Schweden – 1.445 Titel in 4.500 Bänden.
Wir freuen uns sehr, mit diesen Daten zu arbeiten. 📚
In Kooperation mit @stabi_berlin@openbiblio.social